Freitag, 11. Januar 2013

[Rezension] Gerd Ruebenstrunk - Der letzte Zauberlehrling

Vielen Dank an Blogg dein Buch und arsEdition für dieses Rezensionsexemplar!

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Originalcover
Zitat:
"›Du darfst ruhig Angst haben‹, sagte er. ›Aber du darfst nicht zulassen, dass sie dein Leben bestimmt.‹"
- S.226

Autorin: Gerd Ruebenstrunk
Titel: Der letzte Zauberlehrling
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: arsEdition (6. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

Inhalt:
Ist die Welt der Magie noch zu retten? Aus der französischen Provinz reist der junge Zauberlehrling Humbert ins Paris des 19. Jahrhunderts, um sich beim alljährlichen Ball der Zauberer einen neuen Meister zu suchen. Doch in der großen Stadt angekommen, stellt er erschüttert fest, dass die Welt der Magie nicht mehr das ist, was sie einmal war. Denn fast alle Zauberer haben ihre Kräfte an den reichen Unternehmer Pompignac verkauft. Nur Humberts neuer Meister, ein wahrer Sonderling, ist noch im Vollbesitz seiner magischen Kräfte und denkt nicht ans Verkaufen! Doch worum geht es dem Geschäftsmann eigentlich? Nur ums Geld? Oder steckt eine geheime Verschwörung dahinter? Ehe Humbert sich versieht, geraten er und seine neuen Freunde in einen Strudel gefährlicher Ereignisse: Was hat der Erzkanzler mit all dem zu tun? Steht womöglich die Zukunft der Zauberei auf dem Spiel? 

Gestaltung:
Die Person auf dem Cover wirkt wie in einem Comic und hat es mir schwer gemacht mir echte Menschen vorzustellen. Ich wünschte man hätte das irgendwie anders gelöst, denn ein ganzes Buch lang dieses Cover gedanklich vor Augen zu haben hat meine Fantasie, zumindest was die Charaktere betrifft etwas blockiert.

Meine Meinung:
Humbert ist Zauberlehrling, und als sein ehemaliger Meister ihn entlässt, damit er einen neuen Meister findet, zieht es ihn nach Paris, wo er hofft, einen neuen Meister zu finden. Bis es so weit ist, lernt er noch diverse Charaktere kennen, die im weiteren Verlauf als gute Freunde auftauchen.
Bis auf Dämonen und Zauberei ist das Buch vergleichsweise fantasyfrei und trotzdem bleibt das Gefühl in einer ganz anderen Welt zu sein.

Kapitel sind nummeriert und unter jedem von ihnen steht ein kleiner Satz darüber, was passiert. Diese Sätze sind spoilerfrei, machen den Leser trotzdem neugierig. Die gewöhnlichen Kapitel werden außerdem in regelmäßigen Abständen von den Monologen eines Dämons unterbrochen, die grundlegend zum Verständnis der Situation beitrugen und immer interessant zu lesen waren.
Das erste Drittel des Buchs fand ich zwar eher zäh und es dauerte bis ich mich in der Geschichte zurechtfand, danach ging das Lesen dafür umso schneller und die Entwicklung der Geschichte konnte mich bis zum Schluss mitreißen. Unerwartete Wendungen ziehen sich durch das ganze Buch, sodass man trotz der 448 Seiten bei der Sache bleibt.

Gerd Ruebsenstrunks Schreibstil ist angenehm zu lesen und ich habe mir bildhaft Paris belebte Straßen und die anderen Schauplätze des Buchs ausgemalt. Im Gegensatz dazu konnte ich mir unter den Charakteren selten etwas vorstellen. Zum Teil lag es an mangelnden Beschreibungen des Äußeren, aber auch an dem Cover, welches ich bis zum Ende nicht aus dem Kopf bekommen habe. Die Personen mögen zwar äußerlich kaum beschrieben werden, der Charakter der meisten besaß dafür Tiefgang. Viele von ihnen konnten einen immer wieder überraschen, wie es letztendlich auch im normalen Leben passieren kann.

Fazit:
Ein bezaubernde Geschichte, wenn man erst mal in das Buch hineingekommen ist.

Gestaltung: ♥♥♥ (3/5)
Inhalt: ♥♥♥♥ (4/5)

Über den Autor: Gerd Ruebenstrunk, geboren 1951 in Gelsenkirchen, studierte Psychologie und Pädagogik in Hannover, Braunschweig und Bielefeld. Er arbeitet als PR-Autor sowie als freier Werbetexter und Konzepter. Gerd Ruebenstrunk lebt mit seiner Familie in Duisburg.

Kommentare:

  1. Für das Buch wollte ich mich bei BDB bewerben, jetzt bin ich froh, es nicht getan zu haben. Spricht mich jetzt echt nicht mehr an xD Obwohl deine Rezi sehr positiv ist :P

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    1. Haha xD Das passiert mir manchmal andersrum. Jemand schreibt wie mega schlecht er ein Buch fand und ich will es auf einmal unbedingt lesen :D

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