Mittwoch, 24. Oktober 2012

[Rezension] Leigh Bardugo - Grischa, Goldene Flammen

http://photo.goodreads.com/books/1339533695l/10194157.jpg
Englisches Cover
http://www.carlsen.de/sites/default/files/styles/product_medium/public/produkt/cover/9783551582966.jpg
Deutsches Cover: Band 2
http://www.bittersweet.de/wp-content/uploads/2012/08/Grischa_Goldene_Flammen.jpg
Deutsches Cover
Zitat:
    "Das Pferd ist schnell. Der Bär ist stark. Der Vogel kann fliegen. Kein Geschöpf besitzt alle diese Fähigkeiten auf einmal, und so wird die Welt im Gleichgewicht gehalten."
- S.137

Autorin: Leigh Bardugo  
Titel: Goldene Flammen
Originaltitel: Shadow and Bone/The Gathering Dark (?)
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (September 2012)
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Buchreihe: Grischa 1 - Goldene Flammen
                               1,5 - Die Hexe von Duwa: Ein Märchen aus Rawka (E-Book)
                                  2 - Eisige Wellen (engl. Siege and Storm)
                                  3 - ? (engl. Ruin and Rising)

Inhalt:
Alina ist einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Dass sie heimlich in Maljen verliebt ist, ihren besten Freund seit Kindertagen, darf niemand wissen. Schon gar nicht Maljen selbst, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Bei einem Überfall rettet Alina Maljen auf unbegreifliche Weise das Leben. Doch was sie da genau getan hat, kann sie selbst nicht sagen. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wird zum mächtigsten Grischa in die Lehre geschickt. Geheimnisvoll und undurchschaubar, wird er von allen der Dunkle genannt. Aber wieso fühlt sie sich von ihm so unwiderstehlich angezogen? Und warum warnt Maljen sie so nachdrücklich vor dem Einfluss des Dunklen?
http://2.bp.blogspot.com/-TLdlOV4IQTU/T_Pt_hKyxmI/AAAAAAAAA6Q/Q-zq6VG3UpU/s1600/12637460.jpg
Anderes Cover

Gestaltung:
Die Tintenzeichnung auf dem Cover finde ich sehr hübsch und da Alina Kartenzeichnerin ist, passt das Cover auch zum Buch. Das Mädchen, das zu sehen ist, soll vermutlich Alina sein und ich finde es super, dass man gerade so viel von ihr sieht, dass man eine grobe Vorstellung von ihr hat, aber trotzdem viel dazufantasieren kann.
Etwas blöd finde ich, dass der Reihentitel riesig groß und der Untertitel nur so klein zu sehen ist. Allgemein hab ich ja ein bisschen was gegen Untertitel :D
Den englischen Titel finde ich ganz gut. Im Nachhinein passt es mehr als das Deutsche und ist eigentlich richtig hübsch mit den schwarz/weißen Schlieren.

Meine Meinung:
Als ich das erste Mal die Inhaltsbeschreibung gelesen habe, dachte ich zuerst das Buch würde in der Vergangenheit in Russland spielen. Nachdem ich jedoch mal in die Leseprobe reingelesen habe, war klar, dass das Buch eindeutig ins Genre Fantasy gehört und da konnte ich einfach nicht widerstehen.
Tatsächlich hat das Buch allerdings einen russischen Touch. So heißt die Hauptfigur mit Nachnamen zum Beispiel "Starkowa", was bei uns ja nicht gerade ein gängiger Nachname ist. Die Orte sind erfunden, wobei ich trotz der schönen Karte am Anfang des Buches ein Problem hatte, die Strecken abzuschätzen.

Die Grischa besitzen verschiedenen Gaben und erinnern an Magier. Sie nehmen einen hohen Rang in der Gesellschaft ein und leben im Wohlstand. Auf sie baut sich die Idee der Geschichte auf.

Das Buch beginnt mit einem kleinen Ausschnittaus der Kindheit von Alina und Maljen. Die beiden sind Waisen und zusammen aufgewachsen. Man spürt, wie sie diese gemeinsame Vergangenheit verbindet und wie sehr sie sich mögen und auch lieben, obwohl zumindest Maljen das nicht bemerkt.

Maljen konnte ich einen großen Teil des Buches nicht einschätzen, vor allem da er die meiste Zeit weit weg von Alina zu sein scheint, ich wünschte man hätte ihn besser kennengelernt und ich hoffe er spielt in den folgenden Bänden eine größere Rolle.Trotz alldem wirkte er gegen Ende recht sympathisch, was sich aber bestimmt noch ausbauen lässt.
Alina hat man im Buch schon besser kennengelernt. Sie ist als Waise natürlich in anderen Verhältnissen aufgewachsen als die Grischa und so kommt sie einem oft naiv vor, was sich dadurch erklären lässt, dass sie vom plötzlichen Ruhm und dem Wohlstand der Grischa geblendet ist. Diese Blendung wirkt aber nicht nur naiv, sondern auch als ob Alina sehr von sich eingenommen wäre und die Vergangenheit ignorieren würde. Selbst ihre Liebe zu Maljen, die von Anfang an existiert, scheint sie ab und zu zu vergessen.

Der Dunkle, der keinen richtigen Namen bekommt, ist sehr mysteriös und man erfährt erst im Laufe der Geschichte mehr über ihn. Ich konnte Alinas Faszinierung von ihm teilweise nachvollziehen. Er verleiht der Geschichte mehr Spannung, da man nicht weiß, welche Pläne er hat.
Das Ende ist kein Cliffhanger, sondern endet sehr angenehm an einer passenden Stelle, ohne die Leser vor Neugierde sterben zu lassen.

Fazit:
Ein bisschen Fantasy, eine Liebe seit Kindertagen, ein mysteriöser Typ ... Die perfekte Mischung für kalte Abende mit Decken und einer Tasse Kakao (Obwohl ich dann immer Angst habe etwas auf das Buch zu verschütten).

Gestaltung: ♥♥♥♥ (4/5)
Inhalt:♥♥♥♥ (4/5)

Über die Autorin:
Leigh Bardugo wurde 1975 in Jerusalem geboren und wuchs in Los Angeles auf. Sie studierte an der Yale University. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Make-up-Artist. Grischa - Goldene Flammen ist ihr erster Roman, zwei weitere Bände der Saga um die Sonnenkriegerin Alina sind in Vorbereitung.

Kommentare: