Sonntag, 29. April 2012

[Rezension] MÉTO Das Haus - Yves Grevet

Französisches Original
Deutsches Cover
Zitat:
"Das kalte Zimmer ist nur schwach beleuchtet. Anfangs wirkt es gar nicht so kalt. Doch bei dem Versuch, seine Temperatur von 37,5 Grad aufrechtzuerhalten, verliert der Körper viel Energie. Der Raum ist nicht sehr groß und voller dicker Pfeiler. Es gibt einen zweiten Ausgang, aber der führt zu einem Teil des Hauses, den wir Kinder nicht kennen."

Autor: Yves Grevet  
Titel: MÉTO Das Haus 
Originaltitel: MÉTO. La Maison (Syros, Paris)
Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2012)
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 14 Jahre 
Buchreihe: MÉTO - Das Haus
                                - Die Insel
                                - Die Welt

Inhalt:
64 Jungen leben im HAUS hinter verbarrikadierten Fenstern und Türen. Sie wissen nicht, woher sie kommen, und sie wissen nicht, wohin sie verschleppt werden, wenn ihre Zeit im Haus abgelaufen ist. Fragen dürfen sie keine stellen – tun sie es doch, werden sie von Männern, die sie rund um die Uhr bewachen, brutal bestraft. Als sich einer der Jungen nicht länger seinem Schicksal beugen will und Widerstand leistet, bekommt er die ganze Härte des Systems zu spüren, in dem er gefangen ist. Doch andere eifern ihm nach und erheben sich wie er gegen Gewalt und Willkür, um die Macht des Hauses zu stürzen. Es ist der Beginn eines gefährlichen Kampfes um Freiheit und Selbstbestimmung. Es ist der Kampf des jungen MÉTO.

Gestaltung:
Das Cover hat mich ehrlich gesagt am Anfang etwas abgeschreckt, da es so Comicmäßig wirkt. Aber zumindest bei diesem Buch gilt: Beurteile ein Buch nicht nach seinem Umschlag. Denn hinter dem Comiccover steckt eine gute Idee. :)
Ein kleiner, positiver Punkt ist der schwarze Buchschnitt. Er passt super zum Buch und sieht einfach toll aus.

Meine Meinung:
Am Anfang der Geschichte wird man ins kalte Wasser geworfen.
Man ist mitten in der Geschichte und es werden gleich zu Anfang viele Fragen über das Leben der 64 Jungen im Haus aufgeworfen, die meine Neugier geweckt haben.
Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und die Geschehnisse gut strukturiert.
Die kurzen, einfachen Sätze haben auch für die richtige Stimmung im Buch gesorgt, die teilweise spannungsreich und auch brutal war, denn dieses Buch ist nicht unbedingt für zartbesaitete Menschen geeignet, wie man im Laufe des Buches merkt.
Die 64 Jungen im Haus sind einem im Laufe der Geschichte näher gekommen und man hat verstanden wieso sie auf die eine oder andere Art handeln und denken, was man aber nicht von den Erwachsenen sagen kann, deren Gedanken bis zum Schluss verborgen bleiben.
Was mich dabei ein wenig verwirrt hat, waren die Namen. Bis auf Méto enden alle Namen mit -us oder sind andere römische Namen.
Dadurch kam es oft zu Verwechselungen, allerdings zeigt die Namensgebung auch das Méto, die Hauptperson, etwas besonderes ist.
Leider konnte die anfängliche Neugier bis zum Ende hin nicht wirklich befriedigt werden, denn das Buch hat ein sehr abruptes, offenes Ende, trotzdem war es fesselnd und gut geschrieben.
Da das Buch nicht besonders lang und groß ist und noch dazu eine überdurchschnittlich große Schrift hat, empfand ich das Buch als ein bisschen zu kurz, wobei das auch daran liegen könnte das der Autor viel Handlung und vergleichsweise wenig Beschreibungen mit hineingebracht hat, was das ganze aber umso spannender gemacht hat.

Fazit:
Insgesamt eine aufregende Geschichte, die einen aber leider mit vielen Fragen zurücklässt. Trotz oder gerade deswegen, will ich unbedingt auch den 2. Teil lesen der "MÉTO Die Insel" heißen wird.

Gestaltung: (2/5)
Inhalt: (3,5/5)

Kommentare:

  1. Ich habe das Buch von meiner Schwester geschenkt bekommen. Noch habe ich es nicht gelesen. Eigentlich hatte ich das am Anfang auch gar nicht vor, weil ich das Cover irgendwie komisch finde. Aber nach deiner Rezi überlege ich mir das glaube ich noch mal.
    LG, Marianne

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    1. Ja das Cover schreckt erst einmal ab ;)

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